Reinhold Messner – Leben am Limit – in Zusammenarbeit mit dem DAV-Neu-Ulm


„Die Welt war nicht größer als unser Tal. Man ging auf die Almen, um Heu zu holen. Weiter ging man nicht.“

 

Reinhold Messner ist von Anfang an weitergegangen als die anderen, hat Tabus gebrochen. Er hat seine Grenzen immer wieder gesucht: Von seiner ersten Besteigung eines 3000ers als Fünfjähriger, bis zur Durchquerung der Wüste Gobi mit 60 Jahren. Früh ließ er das enge Tal seiner Südtiroler Kindheit hinter sich, bezwang als erster den Mount Everest ohne Sauerstoffmaske, bestieg alle vierzehn Achttausender, bezwang die Seven Summits. Später durchquerte er zu Fuß die größten Eis- und Sandwüsten der Erde, die Antarktis, die Wüste Gobi und Takla Makan und überquerte Grönlands Eis. „Ich gehe freiwillig in die Hölle“, sagte er lapidar. Keiner ist so oft an sein Limit gegangen wie er. Seine Biographie ist wohl einzigartig. Im Gegensatz zu modernen Abenteurern geht es Reinhold Messner weniger um Rekorde, als vielmehr um das Ausgesetztsein in möglichst unberührten Naturlandschaften und das „Unterwegssein“ mit einem Minimum an Ausrüstung. Den Möglichkeiten des Kommunikationszeitalters setzt er sein Unterwegssein als Fußgänger gegenüber und verzichtet auf Bohrhaken, Sauerstoffmasken und Satellitentelefon - ein Anachronismus zwar, der aber der Wildnis ein unerschöpfliches Erfahrungspotential bewahrt.

 

Heute treibt der ehemalige EU-Parlamentarier in Eigenregie sein ehrgeiziges Bergmuseumsprojekt voran. Was aber beflügelt diesen Erfolgsmenschen? Woher schöpft er die Kraft und die Fantasie, sich immer wieder neu zu erfinden? Auf Großleinwand präsentiert er Fotos und Filmsequenzen über seine Expeditionen, spricht dabei über seine Heimat, seine Familie, über Freundschaft und Egoismus, über bürgerliche Moral und über seinen Instinkt, immer das Richtige zu tun. Seine Fülle an Erfahrungen, sein Ausreizen menschlicher Leidens- und Leistungsfähigkeit, seine ehrliche Anteilnahme am Leben der Bergvölker und schließlich auch sein soziales und politisches Engagement zeichnen diese sehr persönliche Live-Reportage aus.

 

In seinem Vortrag erzählt er aus seiner Jugend in den Dolomiten, vom Himalaja, dem Nordpol, Grönland und seinen Bergmuseen. Als Kritiker des Extrem-Tourismus zeigt er den Gletscherschwund und wagt ein Bild von der Zukunft der Alpen. Messner hat eine faszinierende Präsenz, wenn er von stillen, manchmal spektakulären, oft gefahrvollen Abenteuern auf den höchsten Bergen der Welt berichtet. Seine nie enden wollende Sehnsucht nach den eigenen Grenzen, den höchsten Gipfeln der Welt und seine Faszination für ihre erhabene Schönheit spiegeln sich im Titel seines Vortrags „Leben am Limit“ wieder. Er gilt nicht umsonst als der berühmteste Abenteurer und Bergsteiger unserer Zeit

Vortrag in Ulm am Sonntag 27.11.2011 20:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Edwin-Scharff-Haus, Neu-Ulm, Silcherstr. 40

Kartenvorverkauf:
Foto Frenzel, Münsterplatz 46 und Blautal-Center .

 

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